Fall abgeschlossen

GRATULATION

Hört euch das große Finale an!
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Was geschah in Sabrina Winters Wohnung – und wer hat Thomas Martinelli getötet?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns die letzten Minuten vor seinem Tod genauer ansehen.

Eine Drohnenaufnahme zeigt eine unbekannte Person in Sabrina Winters Wohnung. Sie nimmt Wäschestücke an sich. Als sie bemerkt, dass sie offenbar von einer Drohne beobachtet wird, stößt sie eine Vase und weitere Gegenstände um.

Und genau dieser Lärm setzt die Ereignisse in Gang, die zu Thomas Martinellis Tod führen.

Martinelli hört die Geräusche aus der Nachbarwohnung. Auf seinen Handyaufzeichnungen ist zu hören, dass er hinübergeht, an die Tür klopft und nicht wieder gehen will, bevor ihm geöffnet wird. Offenbar glaubt er, Sabrina sei zurückgekehrt, und will den alten Streit mit seiner Nachbarin fortsetzen.

Schließlich wird ihm geöffnet.

Was danach in der Wohnung geschieht, lässt sich nicht vollständig rekonstruieren. Fest steht aber: Es kommt zu einer Auseinandersetzung. Martinelli stürzt und zieht sich dabei die Verletzungen zu, an denen er stirbt.

Die entscheidende Frage ist also: Wer hat ihm die Tür geöffnet?


Die naheliegendste Antwort ist natürlich: Sabrina Winter. Zwischen ihr und Martinelli herrschte seit Langem Streit, und ausgerechnet in ihrer Wohnung wurde seine Leiche gefunden. Doch zur Tatzeit war Sabrina nachweislich auf einem Date. Sie kann ausgeschlossen werden.

Dann ist da noch Lucy Yamamoto.

Sie hatte die Ermittler belogen, denn sie war während der Awardverleihung nicht durchgehend in der Skylounge und befand sich damit zum Tatzeitpunkt nicht dort, wo sie angegeben hatte.

Später stellte sich allerdings heraus, warum.

Lucy war in einen illegalen Medikamentendeal im Park verwickelt und wurde dort von der Polizei entdeckt. Auf ihrer Flucht warf sie eine Tasche in einen Kanalschacht, die später geborgen wurde – mitsamt den Medikamenten, die sie bei sich getragen hatte.

Damit wurde Lucys Flucht vor der Polizei zu ihrem Alibi. Ein ziemlich gutes Alibi sogar – nur keines, das man besonders gern freiwillig erzählt. Sie war zur Tatzeit nachweislich nicht im Gebäude.

Ganz irrelevant war die Spur zu Lucy trotzdem nicht. Denn genau die Medikamente, die sich in ihrer Tasche befanden, wurden später auch in Thomas Martinellis Blut nachgewiesen.

Laut Autopsiebericht war Martinelli chronischer Schmerzpatient und nahm regulär Oxycodon ein. Ketamin und Pregabalin stammten dagegen von Lucy. Ein WhatsApp-Chat zwischen beiden zeigt, dass sie ihm diese Mittel offenbar schon seit einiger Zeit gab.

Dank einer Notiz im Serviceraum des Gebäudes ist klar, dass Martinelli einen medizinischen Notfall hatte, woraufhin Lucy sich weigerte, ihm weiterhin Medikamente zu geben. Martinelli reagierte alles andere als gelassen: Der Streit eskalierte, er setzte sie massiv unter Druck und drohte ihr schließlich sogar mit einer Anzeige.

Damit wirkt Lucy gleich aus mehreren Gründen verdächtig. Sie hat die Ermittler belogen, Martinelli über längere Zeit Medikamente gegeben und kurz vor seinem Tod einen heftigen Konflikt mit ihm.

Nur war sie zur entscheidenden Zeit nachweislich im Park – und damit nicht in Sabrina Winters Wohnung.


Und Matthias Wildegger?

Der bekannte Fernsehsprecher schwieg zunächst über seinen Aufenthaltsort und verwies die Ermittler direkt an seinen Anwalt. Und tatsächlich gab es einiges, was er lieber für sich behalten hätte.

Es stellte sich heraus, dass er sehr wohl noch einmal in die vierte Etage zurückgekehrt ist – und zwar als das ominöse „Schwein im Bademantel“.

Der Grund dafür hatte mit Thomas Martinelli allerdings nichts zu tun. Wildegger erfüllte an jenem Abend für Madame V. gewisse „Erwachsendienste“ der besonderen Art. Auf ihre Anweisung hin machte er sich in Lederkleidung und Schweinemaske auf den Weg zurück zu seiner Wohnung. Weil ihm diese Aufmachung offenbar doch etwas zu … auffällig war, stahl er unterwegs einen Bademantel aus einem Altkleidercontainer.

Für seine heimliche Rückkehr ins Haus nutzte er einen Schlüssel, den der Pförtner zuvor verloren hatte, und gelangte so über den Lastenaufzug unbemerkt zurück in die vierte Etage. Nur die Kamera auf der Rückseite des Gebäudes hatte er anscheinend nicht bedacht.

Schweinemaske, Lederkleidung, Bademantel und ein möglichst geheimer Weg durchs Haus – verdächtig sah das zweifellos aus. Nur hatte Wildegger etwas ganz anderes zu verbergen als einen Mord.

Damit waren die auffälligsten Verdachtsmomente erklärt.


Doch wer befand sich hinter Sabrina Winters Tür?

Die entscheidende Spur findet sich später in einer schwarzen Tasche im Keller. Darin lag genau jenes Wäschestück, von dem die Drohnenaufnahme zeigt, wie es mitgenommen wird – sowie Fotos mehrerer hellblonder Frauen, darunter auch Sabrina Winter.

Eine andere Frau auf den Fotos hatte vor Sabrina in genau derselben Wohnung gelebt und war offenbar aus Angst vor einem Stalker ausgezogen.

Es geht also nicht mehr um einen merkwürdigen Einbruch oder ein paar gestohlene Wäschestücke. Es zeichnet sich ein Muster ab: Jemand beobachtete gezielt hellblonde Frauen, sammelte persönliche Dinge von ihnen und hatte offenbar eine regelrechte Obsession für genau diesen Typus Frau.

Ein Boulevardartikel über eine der anderen hellblonden Frauen liefert eine weitere Verbindung. Die Frau ist Anwältin und war offenbar ebenfalls Opfer von Stalking.

Auf dem Foto zum Artikel ist auch ihre ehemalige persönliche Assistentin zu sehen – und die sieht Radhika auffallend ähnlich. Dass Radhika selbst als persönliche Assistentin arbeitet, macht diese Verbindung umso auffälliger.

Und dann kommt noch etwas hinzu: Der Onkel von Radhika Patel besitzt mehrere Wohnungen im Gebäude, darunter auch die von Sabrina Winter. Radhika vertritt ihren Onkel im Vorstand und hatte damit die Möglichkeit, an einen Schlüssel zu gelangen und die Wohnung unbemerkt zu betreten. Hat sie am Ende sogar bei der Wahl der Mieterinnen ihre Finger im Spiel gehabt?

Eigentlich schien sie ausgeschlossen. Frau Grieber hatte angegeben, Radhika sei an diesem Abend bei ihr gewesen.

Doch die verwirrten Nachrichten und Anrufe auf dem Anrufbeantworter des Pförtners zeigen, dass Frau Grieber zeitliche Abläufe offenbar nicht mehr zuverlässig einordnen konnte. Das vermeintliche Alibi war damit nicht mehr verlässlich.

Und plötzlich fügt sich das Bild.

Die Fotos in der schwarzen Tasche zeigen das gezielte Stalking hellblonder Frauen, der Boulevardartikel bringt Radhika mit einem früheren Stalking-Fall in Verbindung, und über ihren Onkel hatte sie die Möglichkeit, unbemerkt in Sabrina Winters Wohnung zu gelangen. Gleichzeitig fällt das einzige Alibi weg, das sie entlastet hätte.

Die unbekannte Person in Sabrina Winters Wohnung war Radhika Patel.

Sie hatte sich dort heimlich aufgehalten und persönliche Gegenstände an sich genommen. Sabrina passte genau in dasselbe Opferschema wie die anderen Frauen, auf die sich Radhikas Obsession offenbar richtete.

So traf Thomas Martinelli auf Radhika Patel, die unter keinen Umständen entdeckt werden wollte.

Und diese Begegnung kostete ihn das Leben.

Der Tod von Thomas Martinelli ist damit aufgeklärt.

Und die Akte „Mord in der vierten Etage“ kann geschlossen werden.

Credits & Dank
The people behind the case

Hinter den Stimmen

Die Menschen, die den Figuren von „Mord in der vierten Etage“ ihre Stimmen und einen ganz eigenen Klang gegeben haben.

CAST
Mord in der vierten Etage
Rainer Denk
DENK
Rainer Denk spricht · Thomas Martinelli
Thomas Martinelli

Rainer Denk

Rainer Denk ist Schauspieler und Sprecher aus Nürnberg. Neben der Theaterbühne ist auch das Mikrofon sein Metier. Er ist in Hörspielen, Hörbüchern und als Synchronstimme in Film- und Serienproduktionen zu hören. Außerdem ist er als Erzähler beim Midnight Story Orchestra deutschlandweit mit musikalischen Live-Lesungen, den sogenannten Hörspielkonzerten, unterwegs.

„Jede Figur beginnt mit einem Menschen.“
Valentine Grieber

Jutta Seifert

Jutta Seifert lebte mehrere Jahre in England, Frankreich und Spanien, studierte Schauspiel und Sprechkunst. Auf der Bühne sind Literatur-Inszenierungen ihr Schwerpunkt, am Mikrofon leiht sie ihre Stimme Hörbüchern und Hörspielen.

Jutta Seifert
Foto © Wendehals
Jutta Seifert spricht · Valentine Grieber
Felix Holm
Felix Holm spricht · Herr Brandt
Herr Brandt

Felix Holm

Felix Holm spricht für Hörbücher, in Games, Synchron und in Hörspielen, als auch Werbung. Basis dafür sind über 20 Jahre Theater Erfahrung.

„Jede Stimme trägt etwas, das nicht im Text steht.“
Radhika Patel

Katja Keßler

Katja Keßler ist ausgebildete Schauspielerin aus Hamburg. Zudem ist sie Synchronsprecherin und spricht Werbung, VoiceOver und für Große Marken. Außerdem ist sie Sängerin in der Hamburger Band „GlitzerSuite“.

Katja Keßler
RADHIKA
Katja Keßler spricht · Radhika Patel
Carsten Arnold
Carsten Arnold spricht · Elias Roth
Elias Roth

Carsten Arnold

Carsten Arnold ist Autor, Übersetzer, Dialog- und Synchronregisseur und kann auf 25 Jahre Erfahrung mit Lokalisation und Synchronisation von Dokumentationen, Serien, Filmen und Videogames zurückgreifen.

Sabrina Winter

Sara Wegner

Sara Wegner arbeitet freiberuflich als Sprecherin. Zu ihren Hauptgenres zählen insbesondere die Bereiche Hörbuch, Hörspiel und Synchron.

Sara Wegner
Foto © Tanja El Kabid · Incarda DesEyen
Sara Wegner spricht · Sabrina Winter
„Manche Stimmen bleiben,
wenn der Fall längst geschlossen ist.“
Stimme des Finales Philip Bösand Outro-Sprecher
MÖRDERISCHE HEIMAT
Special Guests

Und selbstverständlich ein großes Dankeschön an:

Shaggy Schwarz, Lisa Cardinale und Zeno Diegelmann machen seit 2020 gemeinsam den Kriminalpodcast „Mörderische Heimat“ – mit Fällen aus deiner Region.

Shaggy Schwarz
Shaggy Schwarz
als er selbst
Lisa Cardinale
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als sie selbst
Zeno Diegelmann
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als er selbst

Shaggy Schwarz

Shaggy Schwarz ist ein bekanntes Gesicht der Kulturszene – seit Jahrzehnten nicht wegzudenken. Gründer & Leiter des Improtheaters Fulda, Podcast-Macher, Moderator, DJ & ausgebildeter Clown. Er lässt im Rampenlicht Spontanität & Tiefgang verschmelzen und zieht das Publikum in seinen Bann.

Lisa Cardinale

Lisa Cardinale ist eine etablierte Sprecherin und arbeitet mit namhaften Unternehmen der Buch- und Synchronbranche zusammen. Man kennt sie aus zahlreichen Hörbüchern, Hörspielen und Synchronprojekten. Ihre Stärke liegt in ihrer Ausdruckskraft: warm, klar und wandelbar – ob Imagefilm, Werbung, Podcast oder Live-Event. Lisa vereint in jeder Produktion Professionalität, Persönlichkeit und Tiefe.

Zeno Diegelmann

Zeno Diegelmann, alias Tim Boltz, ist SPIEGEL-Bestsellerautor, True-Crime-Podcaster und Literatur-Comedian. Er tourt mit kabarettistischen Shows durch D, A, CH, SUI und schrieb u. a. die Bestseller „Weichei“ und „Zonenrandkind“. Darüber hinaus Kinderbücher, Krimis und das Musical-Libretto zu „Bonifatius“ – humorvoll, authentisch und spannend.